Pressemitteilung und Einladung zur Medieninformation: „Brisanz des juristischen Verfahrens“

Ein freundliches Hallo an die Presselandschaft und Ansprechpartner in NRW,

ich darf eine

Stellungnahme der Werkstatträte

der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte NRW (LAG WR NRW)

und der

Werkstatträte Deutschland e.V. (WRD)

zur „Mindestlohnklage des Beschäftigten Jürgen Linnemann“

an Sie weiterleiten:

Werkstatträte, als Interessenvertreter der 320000 in Werkstätten beschäftigten Menschen, sind nicht für oder gegen den Mindestlohn.

Werkstatträte stehen solidarisch an der Seite des Kollegen Jürgen Linnemann, der nicht mehr auf die Politik und ein unerlässliches Gesetz warten wollte und juristische Tatsachen einfordert.

Werkstatträte fordern seit vielen Jahren eine nachhaltige und weitreichende Entgelt-Reform, die am Ende allen Beschäftigten ein nachvollziehbar einfaches und auskömmliches Entgelt aus einer Hand bietet, dass die besonderen Schutzrechte der Werkstattbeschäftigten weiterhin achten. Dieses Entgelt muss den gesamten Personenkreis von behinderten Menschen erreichen, die dem Arbeitsmarkt nicht oder noch nicht für mehr als 3 Stunden zur Verfügung stehen – das würde in NRW und sollte auf Bundesebene auch die schwerstmehrfachbehinderten Menschen einschließen.

Das angefügte Papier zählt nochmal die wichtigsten Säulen der Beschlusslage und die Sichtweise/Stellungnahme der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte NRW und der Werkstatträte Deutschland e.V. zur „Mindestlohnklage des Beschäftigten Jürgen Linnemann“ auf.

Das Arbeitsgericht in Münster wird am 15. Oktober 2026 (9.00 Uhr) verkünden, ob es ein Urteil gibt oder ob möglicherweise weiterverhandelt wird.

Kommen Sie gerne zur Mahnwache und/oder Verhandlung am 15. Oktober nach Münster und sprechen Sie mit Herrn Dirk Fensterseifer, Delegierter der LAG WR NRW und Mitglied im Vorstand von WRD (Arbeitsbereich: Politik und Verbände, Mitglieder und Zukunft des Vereins), er steht Ihnen ab Beginn der Mahnwache „Rede und Antwort“.

 „Darum fahren Werkstatträte nach Münster!“

…unter anderem werden auch die Landesarbeitsgemeinschaften der Werkstatträte aus Bayern und Niedersachsen anreisen.

Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen:

Mahnwache zum Entgelt / Mindestlohn in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen

Vor dem Arbeitsgericht Münster, Alter Steinweg 45, 48143 Münster

08.00 – 12.00 Uhr

Verhandlungsbeginn: 09.00 Uhr

Parkmöglichkeiten:

Alter Steinweg 45, 48143 Münster nach Parkplatz Hörster Platz | Westfalenfleiß GmbH – Google Maps

Zum PsychKG

Am 1.10. war Anhörung zum Gesetzentwurf der CDU
zum PsychKG NRW. Die anwesenden Experten lehnten
den Gesetzentwurf einhellig ab, teilweise in sehr klaren
Worten.

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30+1 Jahre Landesbehindertenrat NRW: Eine starke Stimme wird noch stärker

Stellen Sie sich vor, Sie kämpfen seit über 30 Jahren für dasselbe Ziel: dass Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen ganz selbstverständlich überall dazugehören – in der Schule, im Job, beim Busfahren, beim Arztbesuch. Genau das tut der Landesbehindertenrat NRW (LBR NRW) seit 1995. In diesem Jahr feiern wir ein besonderes Jubiläum: 30+1 Jahre Einsatz für Selbstbestimmung, Teilhabe und Inklusion in Nordrhein-Westfalen.

Vom Ehrenamt zur professionellen Interessenvertretung

Was 1995 als Zusammenschluss weniger Selbsthilfeorganisationen begann, ist heute die anerkannte Stimme von über drei Millionen Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen in NRW. Der Weg dorthin war kein Selbstläufer: Er begann mit dem ersten Landesbehindertenbeirat 1992, führte über den ersten Landesbehindertentag 1994 in Münster bis zur offiziellen Gründung des LBR 1995 unter Dr. Diether Bischoff als erstem Vorsitzenden.

Lange Zeit trug rein ehrenamtliches Engagement die Arbeit des Verbands. Das hat sich grundlegend geändert: Mit der Förderung durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW konnte 2024 eine hauptamtliche Geschäftsstelle aufgebaut werden – zunächst unter der Leitung von Geschäftsführerin Ann-Christin Rauch, mittlerweile verstärkt durch eine Verwaltungsfachkraft. Der Umzug von Münster nach Düsseldorf brachte den LBR zudem näher an die Orte, an denen politische Entscheidungen fallen.

Was der LBR erreicht hat

Die Erfolgsliste ist lang und konkret: Der LBR wirkte maßgeblich an der Konzeption des Behindertengleichstellungsgesetzes NRW (2003) mit, setzte sich für die Verankerung inklusiver Bildung im Schulgesetz ein und koordinierte die Beteiligung der Selbsthilfe an den Verhandlungen zur Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes. Die Struktur des LBR diente sogar als Vorbild für den bundesweiten Deutschen Behindertenrat – ein Beleg dafür, wie einzigartig das Modell ist, die gesamte Breite der Behindertenselbsthilfe unter einem Dach zu vereinen.

Auch aktuell zeigt der Verband Flagge: Am Europäischen Protesttag 2025 rief der LBR zu einem landesweiten Aktionstag unter dem Motto „Barrierefreiheit im öffentlichen Nahverkehr jetzt!“ auf – erstmals gemeinsam mit Umweltverbänden und Gewerkschaften. Und mit der Lufthansa Group schloss der LBR die bundesweit erste Kooperationsvereinbarung zwischen einer Selbsthilfevertretung und einem Wirtschaftsunternehmen.

Historisch

Drei Jahrzehnte Wandel

Die Geschichte des LBR lässt sich in Phasen erzählen, die jeweils ihre eigene Handschrift trugen. Die Anfangsjahre bis 2000 standen im Zeichen der Etablierung als Dachverband und dem hart erkämpften Zugang zu Fördermitteln der Wohlfahrtspflege. Die Jahre 2001 bis 2010 waren geprägt von intensiver Gesetzesarbeit, etwa durch das Projekt „Agentur Barrierefrei“, das von 2005 bis 2009 zahlreiche Beratungen und Zielvereinbarungen zur Barrierefreiheit anstieß. Mit dem Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention 2009 begann eine neue Ära: Von 2011 bis 2020 stand die Umsetzung der Konvention im Mittelpunkt, unter anderem durch die maßgebliche Mitwirkung des LBR am Inklusionsbeirat NRW. Seit 2021 befindet sich der Verband in einer Phase der Professionalisierung – mit neuer Satzung, neuer Website und eben jener hauptamtlichen Geschäftsstelle, die heute das organisatorische Rückgrat bildet.

Die Vielfalt macht stark

Ein Blick auf die Mitgliedsorganisationen zeigt, wie breit die Stimme des LBR aufgestellt ist: vom Sozialverband Deutschland über die Lebenshilfe NRW und die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben NRW bis hin zum Autismus Landesverband und dem Netzwerk für Frauen und Mädchen mit Behinderung. Unter dem Prinzip „Nichts über uns ohne uns“ sitzen Menschen mit Behinderung selbst in den entscheidenden Gremien – etwa im Inklusionsbeirat NRW, den Beiräten der Landschaftsverbände oder im WDR-Rundfunkrat.

Die Arbeit ist nicht getan

So viel auch erreicht wurde: Der LBR macht sich nichts vor. Inklusion steht unter Druck, wenn Bürokratie und Pauschalisierung individuelle Bedarfe verdrängen. Themen wie barrierefreie Digitalisierung, bezahlbarer und barrierefreier Wohnraum, echte Teilhabe am Arbeitsmarkt statt Sonderwelten in Werkstätten sowie eine verlässliche Gesundheitsversorgung bleiben zentrale Baustellen für die kommenden Jahre.

Ein Jubiläum mit Blick nach vorn

Die Jubiläumsfeier zu „30+1 Jahre LBR NRW“ ist deshalb mehr als ein Rückblick. Sie ist ein Bekenntnis: Der LBR will seine hauptamtliche Struktur dauerhaft sichern, noch früher in politische Entscheidungsprozesse eingebunden werden und neue Bündnisse mit Akteuren schmieden, die bislang nicht im Fokus der Behindertenarbeit standen.

Vorsitzender Peter Gabor bringt es auf den Punkt: Aus einer Anfrage wurde ein Prozess des Wandels – und dieser Wandel bildet heute das Fundament für eine starke, gemeinsame Zukunft.

Wer diese Arbeit unterstützen möchte, kann dies ganz konkret tun – mit einer Spende an den Landesbehindertenrat NRW e. V. (IBAN: DE45 3005 0110 1099 0911 80, Verwendungszweck: Spende). Denn eine Gesellschaft, die wirklich für alle da ist, braucht Menschen, die nicht aufhören zu fragen, zu fordern und voranzugehen.

Stellenausschreibung: Organisationstalent mit Seele (m/w/d)

Landesbehindertenrat NRW

 

 

 

 

 

 

 

Organisationstalent mit Seele (m/w/d), 19,9 h/ Woche

Der Landesbehindertenrat NRW e.V. ist der Dachverband von Selbsthilfeorganisationen und Interessenvertretungen von Menschen mit Behinderung und Menschen mit chronischen Erkrankungen.

Wir suchen Sie!

Ihre zukünftigen Aufgaben:

  • Allgemeine Verwaltungsaufgaben
  • Kommunikation
  • Buchhaltung

Unsere Erwartung an Sie:

  • abgeschlossene Ausbildung im Bereich Büromanagement
  • Kenntnisse Buchhaltung
  • gute Kenntnisse im Umgang mit den MS Office- Anwendungen
  • Engagement im Bereich IT/ Social Media
  • Identifikation mit den Werten und Zielen des Landesbehindertenrates NRW e.V.
  • ausgeprägte Teamfähigkeit

Wir bieten:

  • die Möglichkeit zu eigenverantwortlichem Arbeiten in sozial- und behindertenpolitischen Themenfeldern
  • eine abwechslungsreiche und interessante Tätigkeit
  • eine leistungsgerechte Vergütung in Anlehnung an den TV-L E 9a

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann freuen wir uns über Ihre aussagekräftige Bewerbung mit Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen per E-Mail (möglichst zusammengefasst in einer PDF-Datei) oder postalisch bis zum 11.01.2026 an:

Die Geschäftsführung des Landesbehindertenrat NRW e.V.

Frau Ann-Christin Rauch
Grafenberger Allee 368
40235 Düsseldorf

annchristin.rauch@lbr-nrw.de

Bei gleicher Eignung werden Bewerberinnen und Bewerber mit Behinderung bevorzugt eingestellt.

Stellenausschreibung als PDF-Download

Lufthansa Group gründet Accessibility Customer Advisory Committee zur Weiterentwicklung der Angebote und Services für Reisende mit Behinderungen und Beeinträchtigungen

  • Mitglieder mit Mobilitätseinschränkung, Sehbehinderung, Hörschädigung oder kognitiver Beeinträchtigung sind vertreten
  • Der Landesbehindertenrat Nordrhein-Westfalen unterstützt die Initiative mit rund 20 Mitgliedern im Gremium
  • Die paralympischen Athleten Johanna Recktenwald und Nico Dreimüller bringen ihre persönlichen Erfahrungen und Expertise im Gremium mit ein
  • Auch nicht sichtbare Behinderungen im Blick: konzernweiter Beitritt zur Hidden Disabilities Sunflower Initiative bis Ende 2026 geplant

Die Lufthansa Group hat am heutigen Mittwoch zum ersten Treffen ihres Accessibility Customer Advisory Committee in Frankfurt eingeladen. Ziel des neugegründeten Gremiums ist es, das Reiseerlebnis für Fluggäste mit Beeinträchtigungen oder Behinderungen zu verbessern. Mitglieder mit Mobilitätseinschränkung, Sehbehinderung, Hörschädigung oder kognitiver Beeinträchtigung und mit entsprechenden Anforderungen an die Barrierefreiheit sind in dem Komitee vertreten. Sie werden die Lufthansa Group mit ihren Beobachtungen, Erfahrungen und Ideen unterstützen, um bestehende Angebote, Produkte und Services für Menschen mit sichtbaren und unsichtbaren Behinderungen weiterzuentwickeln.

Unterstützt wird die Lufthansa Group bei dieser Initiative vom Landesbehindertenrat NRW (LBR), dem Dachverband der Selbsthilfevertretungen und von den Sozialverbänden des Landes. Das übergreifende Ziel des LBR ist die Ermöglichung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen in allen Lebensbereichen. Ergänzend zu den rund 20 Mitgliedern des LBR, die unterschiedliche Behinderungen repräsentieren, werden die beiden paralympischen Athleten Johanna Recktenwald und Nico Dreimüller den Beirat für Barrierefreiheit der Lufthansa Group mit ihren persönlichen Erfahrungen und ihrer Expertise unterstützen.

„Das Bewusstsein für die Bedeutung von Inklusion und Teilhabe schärfen“ 
Dieter Vranckx, Chief Commercial Officer der Lufthansa Group, sagt: „Wir wollen das Reiseerlebnis für Passagiere mit körperlichen oder kognitiven Beeinträchtigungen gemeinsam mit der Zielgruppe weiterentwickeln und so einfach und selbstbestimmt wie möglich gestalten. Die Mitglieder des Lufthansa Group Accessibility Customer Advisory Committee unterstützen uns mit wertvollen Erkenntnissen und Empfehlungen. Dabei haben wir im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes die gesamte Reisekette und die teilweise sehr unterschiedlichen Bedürfnisse für ein Angebot zum barrierefreien Reisen im Blick. Den Fokus setzen wir auf alle Hebel, die wir als Lufthansa Group selbst in der Hand haben, um das Flugerlebnis für alle unsere Gäste stetig zu verbessern.“

LBR-Geschäftsführerin Ann-Christin Rauch sagt: „Die Kooperation ist ein Meilenstein für die Barrierefreiheit, da sie die erste ihrer Art zwischen einer Selbsthilfevereinigung und einem privaten Unternehmen ist. Für den LBR NRW ist eine Schwerpunktaufgabe die lösungsorientierte Umsetzung von Barrierefreiheit, da sie nicht nur für Menschen mit Behinderung zwingend notwendig ist, sondern der Allgemeinheit Entlastung und Komfort bietet. Wir möchten dazu beitragen, dass auch Menschen mit Behinderung selbstverständlich das Recht und die Möglichkeit haben, zu reisen. Darüber hinaus wollen wir mit dem Projekt das Bewusstsein anderer gesellschaftlicher Gruppen für die Bedeutung von Inklusion und Teilhabe schärfen.“

Die Lufthansa Group wird regelmäßig mit den Beiratsmitgliedern zusammenkommen, um Feedback einzuholen, Vorschläge zu diskutieren und vielversprechende Ideen im Folgenden weiter auszuarbeiten. Auch die Kundinnen und Kunden der Lufthansa mit besonderen Anforderungen an die Flugreise können dabei ihre Erfahrungen teilen und an aktuellen Fragestellungen zur barrierefreien Reise mitarbeiten. Bereits in den letzten Monaten wurden die Webseiten von Lufthansa für wichtige Informationen für Menschen mit Behinderung oder Beeinträchtigungen überarbeitet und mit hilfreichen Zusatzinformationen sowie in einfacherer Struktur und Sprache dargestellt. Sie sind jederzeit über ein Rollstuhl-Icon erreichbar, das in der Kopfleiste jeder Internet-Seite prominent neben den Spracheinstellungen oben rechts angezeigt wird.

Lufthansa Group-weites Ziel: Unsichtbare Behinderungen sichtbar machen
Ein Großteil der Behinderungen weltweit ist für das Umfeld betroffener Menschen unsichtbar: Rund 1,3 Milliarden Menschen leben mit einer Form der Behinderung, bis zu 80 Prozent von ihnen haben eine nicht sichtbare Behinderung. In diesem Zusammenhang führt die Lufthansa Group die sogenannte „Hidden Disabilities Sunflower“ Initiative sukzessive bei all ihren Airlines ein. Das globale Programm zur Unterstützung von Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen ermöglicht betroffenen Personen, diskret auf ihre Bedürfnisse hinzuweisen. Das Symbol: eine gelbe Sonnenblume auf grünem Grund – meist in Form eines Umhängebandes mit Anhänger oder eines entsprechenden Pins. Austrian Airlines ist seit 2023 Mitglied der Sunflower-Initiative, Eurowings seit April 2025 und SWISS seit November. Noch in diesem Jahr folgt Lufthansa, bis Ende 2026 sollen alle Airlines der Lufthansa Group an Bord der Initiative sein.

Quellenangabe: