Der Landesbehindertenrat NRW vertritt die Interessen von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen auf Landesebene.
30 + 1 Jahre
Verbandsarbeit für Teilhabe in NRW
Menschen leben oft in ihrem eigenen Kosmos und haben ihre eigenen Interessen dabei im Blick. Wir erleben mehr denn je in dieser Zeit des Umbruchs, wie schwer es ist, Denksysteme zu durchbrechen.
Seit der Gründung im Jahr 1995 arbeitet der Landesbehindertenrat daran, die Perspektiven der Betroffenen sichtbar zu machen: Um die Anliegen von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen zu begreifen, müssen auch Denk-Muster durchbrochen werden.
Ein barrierefreier Zugang zur Kneipe oder zum Kino bedeutet immer auch, eine mentale Barriere zu überwinden. Teilhabe an allem, was die demokratische Gesellschaft ermöglicht, bedeutet nicht nur finanzielle Absicherung, sondern darüber hinaus die Teilhabe in allen Lebensbereichen.
Der Landesbehindertenrat befasst sich mit den Spitzenfragen der Behindertenpolitik und der Behinderten-Selbsthilfe in NRW.
Er bündelt die Interessen behinderter und chronisch kranker Menschen im Lande und kann so ihren Forderungen und Ansprüchen allen öffentlichen und gesellschaftlichen Instanzen und Institutionen gegenüber Nachdruck verleihen. Uns als LBR macht eine große Offenheit aus, denn neue Ideen und Entwicklungen in der Selbsthilfe sind die Triebfeder für die kontinuierliche Verbesserungen im Dienst der Menschen, die wir vertreten.
Ein Dachverband, der die maßgeblichen Selbsthilfe- und Sozialverbände in NRW unter einem Dach bündelt.
Behinderungsübergreifendes Wissen aus einem jahrelangen Erfahrungsschatz – fundiert und sachkompetent.
Direkter Draht zu Kommunal- und Landespolitik – wir tragen gebündelte Bedarfe in die politischen Gremien.
Politisch, kulturell, sozial – wir stärken die Teilhabe für rund 20 % der Bevölkerung.
Der Vorstand des Landesbehindertenrats NRW leitet die strategische Ausrichtung und vertritt die Interessen von Menschen mit Behinderungen auf Landesebene. Gewählt wird der Vorstand von der Delegiertenversammlung; seit 2020 ist Peter Gabor Vorsitzender. Im Vorstand arbeiten Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Mitgliedsverbände zusammen – etwa der LAG SELBSTHILFE NRW, der Lebenshilfe NRW und des SoVD NRW.
Vorsitzender
LAG SELBSTHILFE NRW e.V.
Seit 2018 bin ich, Jahrgang 1953, Rentner. Beruflich war ich als Vermessungstechniker tätig. Ich habe das Usher-Syndrom (eine genetisch bedingte Hörsehbehinderung). Mein Ziel ist es, einem Team initiativ, verantwortungsvoll und verantwortungsbewusst, moderat, aber auch mediativ vorzustehen. Dabei möchte ich mit dem Team gemeinsam kreativ nachhaltige Impulse setzen.
Ich bin 1952 geboren und seit 51 Jahren mit Doris Hoffmann-Rodrigo verheiratet. Wir haben zwei besondere Kinder: Jan, 36 Jahre (mit frühkindlichem Autismus) und Jule, 34 Jahre mit di-George-Syndrom. In der Lebenshilfe mache ich auch mit. Ich möchte Menschen mit Behinderungen dabei unterstützen, ein erfülltes Leben zu haben. Glücklich bin ich, wenn das klappt.
SoVD NRW e.V.
Ich bin seit 45 Jahren im Sozialverband Deutschland aktiv, aktuell 2. Landesvorsitzender in NRW und Vorsitzender des Organisationsausschusses. Ferner vertrete ich den SoVD in der Medienkommission der Landesanstalt für Medien NRW und bin Mitglied des SoVD Bundesvorstandes und des Beratenden Ausschusses beim LWL in Münster als 2. Vorsitzender. Bis zu meinem Ruhestand im vergangenen Jahr (ich bin Jahrgang 1958) war ich Redakteur bei den Westfälischen Nachrichten / Münstersche Zeitung. Die Aktivitäten des LBR verfolge ich seit zwei Jahrzehnten durch die Teilnahme an den jeweiligen Delegiertenversammlungen.
Lebenshilfe LV NRW
Ich lebe in Münster und hier sowie auf Landes- und Bundesebene engagiere ich mich ehrenamtlich in der Lebenshilfe-Vorstandsarbeit seit vielen Jahren. Seit 2017 darf ich die Lebenshilfe im Landesbehindertenrat vertreten. Mein inzwischen erwachsener Sohn und seine von Geburt an besonderen Bedarfe haben mich zur Lebenshilfe gebracht. Das Engagement für eine Gesellschaft, in der wir alle – Menschen mit und ohne Behinderungen – gut und selbstbestimmt leben können, ist mir wichtig. Es ist mir ein besonderes Anliegen, mich dafür einzusetzen, dass die Selbsthilfe eine gemeinsame starke Stimme für gleichberechtigte Teilhabe und gegen Ausgrenzung in die Landespolitik einbringen kann.
Ich bin im Jahr 1994 geboren. Hauptamtlich arbeite ich seit 2020 in der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE NRW e.V. (LAG), wo ich in verschiedenen Bereichen und Projekten tätig war und noch immer bin. Gerne möchte ich meine Erfahrungen und Wissen im Vorstand des Landesbehindertenrats NRW einbringen, um langfristig den Abbau von Barrieren zu unterstützen und die Teilhabe für alle Menschen zu fördern – unabhängig von ihrer Behinderung, wirtschaftlichen Situation, Herkunft und ihres Geschlechts.
Mein Name ist Jeanette Severin. Vor sieben Jahren fing ich an, ehrenamtlich für den Verein „Selbstbestimmt Leben“ e.V. im Vorstand zu arbeiten. Nach einigen Jahren wurde ich Vorstandsvorsitzende und seit Januar 2021 leite ich, zusammen mit Ellen Kuhn, hauptamtlich den Verein. Meine eigene Behinderung macht mich zur Expertin in eigener Sache. Dieses Wissen und meine Erfahrungen bringe ich gerne mit in den Vorstand des Landesbehindertenrates und freue mich auf die Zusammenarbeit.
Netzwerk von Frauen und Mädchen mit Behinderung/chronischer Erkrankung
Ich bin gemeinsam mit Claudia Seipelt-Holtmann Sprecherin des Netzwerks und vertrete es in den Gremien des Landes. In der sozialpolitischen Arbeit wurde mir frühzeitig deutlich, dass außerhalb der politischen Parteien, Veränderungen nur schwer durchzusetzen sind. Im Landesbehindertenrat habe ich von Anfang an, seit der Gründung 1995, mitgearbeitet und hatte zehn Jahre lang bis 2020 den Vorsitz. Gemeinsam mit den anderen Mitgliedern des Landesbehindertenrates möchte ich die Landespolitik des Landes NRW kritisch begleiten und Stellung beziehen. Meines Erachtens sind die gesetzlichen Grundlagen des Landes zufriedenstellend, werden aber in der Praxis und im Alltag in der Bevölkerung kaum wahrgenommen und umgesetzt. Es geht um die Durchsetzung unserer Menschenrechte, die im Grundgesetz garantiert sind.
Die Geschäftsstelle in Düsseldorf ist Ihre erste Anlaufstelle für Anliegen, Anfragen und Kooperationen.
Geschäftsführerin
Durch meinen Freiwilligendienst in einem südafrikanischen Camphill vor einigen Jahren entwickelte ich große Freude daran, mich für die Belange von Menschen mit Behinderung einzusetzen. Nun als Mama eines Kindes mit Pflegegrad werde ich direkt mit den bürokratischen und finanziellen Hindernissen an gleichberechtigter Teilhabe konfrontiert. Als Soziologin ist es mein Ziel beim LBR eine weitere Perspektive einzubringen und auf struktureller Ebene an Veränderungen beteiligt zu sein.
Social Media- und Website-Betreuung
Kommunikation und Verbandsarbeit
Seit 1992 setzen sich die Verbände der Behindertenselbsthilfe in Nordrhein-Westfalen gemeinsam für Teilhabe und Gleichstellung ein – seit 1995 als Landesbehindertenrat NRW. Alle Stationen von den Anfängen bis zum Jubiläum „30+1 Jahre“ finden Sie in unserer Chronik.
Sie haben ein Anliegen, möchten mit uns zusammenarbeiten oder als Verband Mitglied werden? Sprechen Sie uns an.